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BidX MCP: Sprich in natürlicher Sprache mit deinen Amazon-Ads-Daten

Geschrieben von Max Hofmann | 15. Juli 2026

Was wäre, wenn du deinen Amazon-Werbedaten einfach Fragen stellen könntest - auf Deutsch, in ganz normaler Sprache - und in Sekunden Antworten bekämst? Keine Dashboards. Keine Exporte. Einfach: "Wie lief der Prime Day im Vergleich zum Vorjahr?" - und du erhältst eine vollständige Analyse, Charts inklusive.

Genau das macht das BidX MCP möglich. Es verbindet KI-Assistenten wie Claude direkt mit deinem BidX-Account und macht jede Kampagne, jedes Keyword, jede ASIN und jeden Wettbewerber-Datenpunkt zu etwas, mit dem du dich einfach unterhalten kannst.

Was ist MCP - und warum sollte es Advertiser interessieren?

MCP (Model Context Protocol) ist ein offener Standard, mit dem sich KI-Assistenten sicher mit externen Tools und Datenquellen verbinden. Stell es dir wie einen Universaladapter vor: Statt CSV-Exporte in einen Chatbot zu kopieren, fragt die KI deine Live-Daten direkt ab, führt die Analyse durch und erklärt dir das Ergebnis.

Für Amazon-Advertiser verändert das den Arbeitsalltag grundlegend. Fragen, die früher zwanzig Minuten Klicken durch Reports, Datumsfilter und Pivot-Tabellen bedeuteten, brauchen jetzt einen einzigen Satz.

So verbindest du dich

Das BidX MCP befindet sich aktuell in der Beta (invite only). Sobald du Zugang hast, dauert die Einrichtung keine Minute:

  1. Zugang erhalten - melde dich bei deinem BidX Account Manager, um in die Beta aufgenommen zu werden.
  2. Connector hinzufügen - füge in Claude (oder jedem anderen MCP-fähigen KI-Client) einen neuen Custom Connector hinzu und trage den BidX-MCP-Endpunkt ein: https://app.bidx.io/mcp/sql
  3. Authentifizieren - du wirst zum Login mit deinen BidX-Zugangsdaten weitergeleitet. Der Zugriff ist auf die Advertising-Profile beschränkt, die dein BidX-Account ohnehin sehen kann - nicht mehr.
  4. Starte mit deinen Fragen - das war's. Keine API-Keys, keine SQL Queries.

Video Anleitung (in Englisch) anbei: 

 

 

 

Der MCP stellt der KI zwei Tools zur Verfügung:

  • discover-sql-schema - lässt den Assistenten erkunden, welche Tabellen und Spalten verfügbar sind, damit er eigenständig korrekte Abfragen schreibt.
  • run-sql-query - führt Read-only-SQL auf deinen Daten aus und liefert die Ergebnisse zurück.

Read-only ist dabei das entscheidende Stichwort: Der MCP kann alles analysieren, aber nichts verändern. Deine Gebote, Budgets und Kampagnen bleiben unangetastet.

Welche Daten kannst du abfragen?

Das BidX MCP ist nicht auf Ads-Reports beschränkt. Es führt das Gesamtbild deines Amazon-Geschäfts in einer abfragbaren Ebene zusammen:

Advertising-Performance Performance auf Kampagnen-, Anzeigengruppen-, Product-Ad- und Keyword-/Target-Ebene für Sponsored Products, mit täglicher Granularität. Spend, Sales, Klicks, Impressionen, Conversions, ACoS, ROAS - auswertbar nach jeder Dimension und jedem Zeitraum.

Kampagnenstruktur Deine komplette Account-Struktur: Kampagnen (inklusive Targeting-Typ auto vs. manuell), Anzeigengruppen, Product Ads mit zugeordneten ASINs sowie jedes Keyword und Produkt-Target mit Match Type und aktuellem Gebot.

Gesamtumsatz (Paid + Organisch) Hier wird es spannend: Der MCP enthält Gesamtperformance-Daten pro ASIN - kombinierte Paid- und Organic-Sales und -Orders. Damit misst du den organischen Halo-Effekt deiner Werbung, nicht nur die attribuierten Sales aus der Ads-Konsole.

Search Query Performance (SQP) Die wöchentlichen SQP-Daten von Amazon zeigen, wie deine ASINs entlang des gesamten Such-Funnels performen: Impressionen, Klicks, Add-to-Carts und Käufe pro Suchanfrage - inklusive deines Anteils am Gesamtmarkt.

Keepa-Marktdaten Die integrierten Keepa-Daten ergänzen die Wettbewerbsdimension: aktuelle Snapshots pro ASIN (Preis, Bewertung, Anzahl Rezensionen, Bestseller-Rang, geschätzte monatliche Verkäufe), historische BSR-Zeitreihen und automatisch erstellte Wettbewerber-Sets pro ASIN auf Basis der Amazon-Bestsellerlisten.

Beispiele aus der Praxis

Diese Workflows laufen bei uns täglich - jeder beginnt mit nichts weiter als einem Satz im Chatfenster.

1. Prime-Day-Auswertung "Analysiere unsere Prime-Day-Performance gegenüber einer 30-Tage-Baseline und gegenüber dem Vorjahr." Die KI erkennt die exakten Event-Daten, indem sie den Umsatzsprung in den Tagesdaten findet (keine hart codierten Annahmen), zieht die Uplift-Kennzahlen, tagesgenaue ROAS-Verläufe, Keyword-Gewinner und den organischen Halo pro ASIN - und baut daraus auf Wunsch ein Recap-Deck oder ein interaktives Dashboard. Was früher einen vollen Arbeitstag kostete, dauert jetzt eine Kaffeepause. In einer aktuellen Case Study für einen Kunden war bspw. ein Fund, dass eine ASIN ganz ohne Ad Spend, während des Events trotzdem einen deutlichen organischen Lift zeigte - ein klarer Kandidat für Paid-Budget beim nächsten Deal-Event und genau die Art von Insight, die in keinem Standard-Ads-Report auftaucht.

2. Wettbewerbs-Benchmarking in Sekunden "Wer sind die Top-3-Wettbewerber für diese ASIN, und wie stehen wir im Vergleich da?" Über die Keepa-Wettbewerber-Sets zieht die KI Preis, Bewertung, Rezensionsanzahl und Bestseller-Rang jedes Wettbewerbers und ordnet dein Produkt ein. In einem Fall zeigte sich sofort: Nicht Preis oder Bewertung, sondern die Lücke bei der Rezensionsanzahl war der größte Hebel für den Kategorierang.

3. Portfolio-Check über BSR-Trends "Zeig mir die 30-Tage-BSR-Trends unserer Top-10-ASINs." Die historischen Keepa-Daten machen Momentum sofort sichtbar: Welche Produkte klettern in den Rankings, welche rutschen still ab? Eine so entdeckte, sich verschlechternde ASIN wäre im Ads-Dashboard unsichtbar geblieben - ihre Ad-Kennzahlen sahen gut aus, der organische Abwärtstrend zeigte sich nur im BSR.

4. Search-Funnel-Diagnose mit SQP "Wo verlieren wir Shopper im Search-Funnel unseres Bestsellers?" Die SQP-Daten zeigen, Suchanfrage für Suchanfrage, ob das Problem beim Impression Share, der Klickrate, dem Add-to-Cart oder der Kaufconversion liegt - und damit, ob der Hebel bei Geboten, Hauptbild, Preis oder Listing-Content ansetzt.

5. Gebots-Effizienz-Audits "Stelle unsere Gebote den tatsächlichen CPCs aller aktiven Keywords gegenüber." Ein Scatterplot aus Gebot vs. realisiertem CPC deckt Overbidding-Nester auf - und Keywords mit Luft nach oben. Über tausende Keywords hinweg, in einer einzigen Abfrage.

Warum das besser ist als CSVs in einen Chatbot zu laden

Natürlich könntest du Reports herunterladen und in eine KI hochladen. Der MCP-Ansatz unterscheidet sich in drei entscheidenden Punkten:

  • Live und vollständig. Die KI fragt aktuelle Daten über alle Tabellen hinweg ab - inklusive Joins, die ein manueller Export kaum hergibt (Ad-Performance verknüpft mit organischen Sales verknüpft mit Keepa-Rang).
  • Iterativ. Jede Antwort lädt zur Nachfrage ein. "Jetzt nach ASIN aufschlüsseln." "Vergleich das mit Mai." "Welche Keywords haben das getrieben?" Kein neuer Export nötig.
  • Wiederverwendbar. Wiederkehrende Analysen lassen sich als Skills festhalten - wiederverwendbare Playbooks, die die KI Schritt für Schritt abarbeitet. Unser Prime-Day-Review-Skill macht aus einer komplexen Multi-Query-Analyse einen Einzeiler.

Jetzt starten

Das BidX MCP ist in der Invite-only-Beta. Wenn du willst, dass deine Amazon-Ads-Daten dir antworten, melde dich bei deinem BidX Ansprechpartner für den Zugang - und bring deine schwierigste Frage mit. Das ist meistens die beste Demo.